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    <title>Frau Rattenbaum wird weise</title>
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    <dc:publisher>Rattenbaum</dc:publisher>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
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    <title>Frau Rattenbaum wird weise</title>
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  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/3264373/">
    <title>Dating Dings II</title>
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    <description>Eberhardt dümpelt und kann sich nicht entschließen, Olga eine Mail zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil ist bei meinem wahren Dating Alter Ego, falls es das gibt, das eingetreten, was ich immer befürchtet habe: Ein ehemaliger Kollege schrieb mir!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sehr lustiger Kollege. Der mich in den Zeiten als Praktikantin nie beachtet hat. Der mit Wim Wenders und so Leuten befreundet ist. Was ich auch noch just, bevor ich nach Hause kam und mich an den Comuter setzte, einem realen Date aus dem realen Leben gerade eben erzählt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufälle gibts. Das kann kein Zufall sein. Es leben (läben) die Horoskope und andere Generatoren!</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+von+der+Liebe&quot;&gt;Geschichten von der Liebe&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-31T23:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/3205080/">
    <title>Dating-Dings I</title>
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    <description>Ich habe es getan! Ich habe es getan! Ich habe mich auf einem dieser Dating-Kontakt-Dings angemeldet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr lebendig begraben - Schluss damit, hatte ich gedacht, als ich mir Silvester zielgerichtet meinen Champagner in den Anorakausschnitt goss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bi-n, schrieb ich deshalb vor genau einer Woche, ei-n-e au-fge-schlos-se-ne Brü-ne-tte [zwei Jahre jünger als in echt], 1,68, schla-nk, Foto gibt&apos;s auch und sowieso alles ga-a-a-nz super.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kontrollinstanz meiner Visitenkarte im Netz (Bin ich auf dem Foto auch nicht zu erkennen? Steht da auch wirklich das falsche Geburtsdatum?) erfand ich Eberhardt2000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eberhardt2000 ist nun also bei dem gleichen Dating-Dings gemeldet wie ich. Er ist offiziell 32 und arbeitslos. Diese Angaben halten aber die Damen um die 50 nicht ab, sehnsüchtig über Eberhardts sonst vollkommen leeres Profil zu huschen und ihm Flirtkontakte zu schicken. Obwohl der Eberhardt die doch gar nicht beantworten kann, weil er kein Premium-Mitglied ist. Die Damen um die 50 in der Regel auch nicht, weshalb ich schwarz sehe für die gemeinsame Zukunft von Eberhardt und den Damen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute. Denn heute bekam Eberhardt die erste Mail. Von Olga. Hach, er hat sich so gefreut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Hallo. Mich rufen Olga. Mir 27 Jahre. Ich schreibe Ihnen aus Russland. Ich lerne mit Hilfe des Internetes zum ersten Mal kennen und ich suche den richtigen Menschen fur die ernsten Beziehungen. Ich habe die schadlichen Gewohnheiten nicht: ich rauche nicht und trinke ich nicht. Ich schreibe gerade Ihnen, da Ihr Profil mir sehr stark gefallen hat. Deshalb habe ich entschieden, Ihnen und mit der Ungeduld zu schreiben ich werde auf den Brief warten. Ich hoffe mich sehr, dass Sie mir antworten werden, und bei uns werden die allgemeinen Interessen gefunden werden. Leider gibt es bei mir kein Haus des Computers und ich schreibe Ihnen aus dem Internet - Cafe. Ich bitte Sie, dass Sie mir auf meinen elektronischen Kasten schreiben wurden: &lt;br /&gt;
loveolga@...&lt;br /&gt;
Ich warte auf Ihre Antwort. Olga.&quot;</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+von+der+Liebe&quot;&gt;Geschichten von der Liebe&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-18T23:12:00Z</dc:date>
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    <title>Die Schleuse</title>
    <link>http://rattenbaum.twoday.net/stories/2455743/</link>
    <description>Nein, Herr, die Früchte sind noch nicht reif, dafür zieht keiner in einen Mallorquinischen Krieg, sagt der Berater. Mein Mann hält mir einen Teller mit zwei Zentimeter großen Pflaumen hin. Sie schmecken wässrig.&lt;br /&gt;
Für etwas wirklich Süßes sind sie zu groß, sagt er. Die Männer lachen ein dreckiges Feldzuglachen.&lt;br /&gt;
Geht in den Saal, Herrin, sagt der Berater. Wir kommen gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Saal sind alle vorderen Plätze an der Tafel schon belegt. Mich allein auf die Prunkstühle an der Stirnseite zu setzen, habe ich keine Lust. Ich setze mich auf einen Stuhl ans Ende. Die Schwangere zu meiner Rechten unterhält sich angeregt über Kinder. Keiner beachtet mich. Eine Freundin von ihr kommt zum Verabschieden. Es ist ihnen unangenehm, dass ich zuhöre. Die Freundin wechselt sogar ins Rückwärts, wohl ihre Kindergeheimsprache. Ich räuspere mich deutlich. Ein bisschen Respekt, meine Damen! Und wenn du mal wieder in Theitz bist, dann schau nach unten, vielleicht laufe ich durch die Straßen, sagt die Gehende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theitz. Der Gang, von dem aus man in die Neuzeit schauen kann. Lange nicht mehr dort gewesen. Ich laufe der Gehenden unauffällig hinterher. Gucke in faltenfrei restaurierte Einkaufsgassen, für die Touristen begradigt und gelackt. Nur ein Stück Gemäuer ist noch krumm und stumpf. Schleuse, 13. Jh. steht auf einem Schild. Oh Mist, ich bin schon in der Neuwelt. Wie komme ich zurück? Wie komme ich bloß schnell zurück? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich taste das über die mittelalterlichen Mauern geschraubte Glas ab. Doppeltes Sicherheitsglas, keine Lücke. In die Schleuse zu springen, traue ich mich nicht. Sie funktioniert wie eine Klospülung, wer weiß, wie lange man unter Wasser ist. Stimmen nähern sich. Panik. Ich wache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die derzeitige Lektüre über das 14. Jahrhundert, Freund G., der mich neuerdings leicht tadelnd Prinzesschen nennt, der gestrige Besuch im Goetheschen Studentenclub  da ist klar, woher der Wind weht. Aber wie hinterhältig der Sandmann alles mit dem Motiv der Ausgeschlossenheit unterlegt, ist doch bemerkenswert.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+aus+dem+glanzlosen+Alltag&quot;&gt;Geschichten aus dem glanzlosen Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-30T10:33:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/2146399/">
    <title>Kartoffeln im Haar</title>
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    <description>Du hast Kartoffeln im Haar, wird mein letzter Satz sein zum Mann meiner Träume. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Wochen kommt er, groß, braungebrannt, seit einem Vierteljahr getrennt, leider von mir. Ich male mir Best- und Worst Case Szenarios aus. Die Best Cases spielen in verschiedenen Kulissen, von allen tropft Schmalz. Die Worst Cases laufen auf eine Szene hinaus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will nichts über dein Privatleben wissen, sage ich.&lt;br /&gt;
Ich muss es dir aber sagen, es ist wichtig, sagt er.&lt;br /&gt;
Du hast Aids, Krebs oder bist seit 10 Jahren schwul?&lt;br /&gt;
Nein, sagt er.&lt;br /&gt;
Du hast jemanden geschwängert?&lt;br /&gt;
Ja, sagt er.&lt;br /&gt;
Super, sage ich. Supi-dupi. Mich hast du auf 35, 40 vertröstet.&lt;br /&gt;
Ein Unfall, sagt er.&lt;br /&gt;
Wie romantisch, sage ich. im Liebesrausch, so heiß, so neu. Meine Lieblingsvorstellung. Und jetzt heiraten, hm?&lt;br /&gt;
Na, muss wohl, sagt er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Finger, vor kurzem noch mit Verlobungsring, rührt in der Kartoffelsuppe nach Mecklenburger Art. Gar nicht mehr so heiß, die Suppe, die.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+von+der+Liebe&quot;&gt;Geschichten von der Liebe&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-09T17:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/2084110/">
    <title>Männertag</title>
    <link>http://rattenbaum.twoday.net/stories/2084110/</link>
    <description>Seit den drei Wochen mit dem Chemiker habe ich ein gestörtes Verhältnis zu Männern. Sie brauchen nur in meine Richtung zu schauen, und schon sehe ich die Probleme hinter ihren Augen lauern, wie sie sich zu Sprung krümmen, sich auf mich stürzen und mich zu Boden reißen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am regnerischen Männertag zum Beispiel gabeln wir Kollegen L. auf. Der Kollege L. ist ein waschechter Brandenburger und äußerst sparsam im Wortverbrauch. Er kauft den Kollegen A. und F. und sich ein Bier, und mir und sich einen Kümmerling. Während wir höflich daran herumnippeln (Wir sind im Dienst, Andreas, versteh das), geht Kollege L. schnurstracks zum dritten Bier und Kümmerling über und sagt zu mir:&lt;br /&gt;
Gib mir mal deine Hand, meine Kleine.&lt;br /&gt;
Ich, schlagfertig, eloquent und charmant wie ich eben so bin: Nö.&lt;br /&gt;
Der Kollege L. erzählt mit getragener Stimme ein Anekdötchen und sagt dann: Ich wette, du kannst nicht Handlesen. Gib mir mal deine linke.&lt;br /&gt;
Ein hartnäckiger Kollege, und gar nicht mal dumm, denn mit Neugierigmachen kriegt man mich immer. Und schon sitze ich in der Falle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er reibt an meiner Hand herum und seufzt.&lt;br /&gt;
Die Kollegen und ich: Na, wat denn nu?&lt;br /&gt;
Er reibt und seufzt.&lt;br /&gt;
Du hast so zerrissene Linien.&lt;br /&gt;
Ja, und?&lt;br /&gt;
Er reibt und seufzt. &lt;br /&gt;
Dann schaut er mich mit schwimmenden Augen an. Blassblaue Augen in einem vierzigjährigen, kantigen, leicht geröteten Gesicht.&lt;br /&gt;
Deine Hand ist wie dein Charakter.&lt;br /&gt;
Wie ist denn mein Charakter?&lt;br /&gt;
Das wird sich glätten, wenn du älter bist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er reibt meine Hand weiter und schaut mich an und schaut und schaut, der bleierne Brandenburger Himmel reißt auf, und ich sehe: Den Preußen mit den festen Überzeugungen und seiner peniblen Arbeitsweise. Den sturen Harley-Fahrer mit den schmalen Händen, der sich an seinen Markenjacken und Machosprüchen durch die Einsamkeit hangelt. Der sich am Männertag Arm in Arm mit Freund Alkohol durch die Massen der Provinzler schiebt. Das Kinn vorgeschoben wie eine Festung sucht er Anschluss, ohne seinen Schutzschild senken zu wollen. Sind wir nicht alle so, wir alleinen Menschen? Suchen die andere Hälfte, aber wollen in unserer Kugel aus geronnenen Ritualen und Eigenarten kein Eckchen freiräumen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag, in der Kantine, hält sich Kollege L. hinter einer wahrhaft riesigen Sonnenbrille verborgen. Der Brandenburger Himmel ist wieder dicht verhangen.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+aus+dem+glanzlosen+Alltag&quot;&gt;Geschichten aus dem glanzlosen Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-29T12:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/2051867/">
    <title>Russen und Arsen</title>
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    <description>Der Berliner Wind treibt Tüten über den Himmel. Schön ist das, selbst hier im Hochhausghetto am Rande der Stadt, wo man Trainingsanzüge mit Velourslederoptik trägt und frisch geschredderten Raucherteint. Ich gehe meine Oma besuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als meine Großeltern gerade in den 11. Stock gezogen waren, weil mein Opa nicht mehr die zehn Treppen in der Stadtmitte hochkam und es hier einen Fahrstuhl gab, war ich stundenlang durch die gleichförmig graue Betonlandschaft geirrt. Hin und wieder fragte ich Einheimische. Ja, klar, bis zum Horizont geradeaus und dann scharf links. Sind Sie Ausländerin?, bekam ich mehrmals, durchaus nicht unfreundlich, zu hören. Feine Ohren hatten die hier. Inzwischen hört man in Bus und Bahn fast nur noch Russisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oma hat schon den Kopf aus dem 11. Stock gesteckt und winkt vorsichtshalber jeder halbwegs jungen Frau auf der Straße zu. Setz dich erstmal, sagt sie oben mit Tränen umflorter Stimme. Ich setze mich auf das Sofa in einem der mit den Jahren immer leerer gewordenen Zimmer.&lt;br /&gt;
Ich muss ins Krankenhaus.&lt;br /&gt;
Ach herrje, sage ich.&lt;br /&gt;
Letzte Woche hatte ich solche Schmerzen im Bein, da bin ich zu meiner Hausärztin. Das ist das Alter, hat die gesagt. Sie spinnen wohl, habe ich gesagt und mir einen ordentlichen Spezialisten gesucht. Jetzt werden sie mich an der Vene operieren ...&lt;br /&gt;
Sie veröden eine Krampfader.&lt;br /&gt;
Ein Operation, eine richtige Operation. Wer weiß, ob wir uns wiedersehen. Sie wischt ein paar Tränchen von der Brille. Naja, jetzt trinken wir erst mal Kaffee. &lt;br /&gt;
Oma kramt den Wohnungsschlüssel aus der Kitteltasche. Dann nimmt sie den Wasserkocher und geht ins Treppenhaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, denke ich. Es ist soweit. Alzheimer, Demenz, Alterswahnsinnn. Schon am Telefon hatte ich mir Sorgen gemacht. Kind, hatte sie da gesagt. Gerade habe ich an dich gedacht. Das ist ja mal wieder Telefonat! Das sagt sie seit 20 Jahren, nur hat sie bisher Telefonat und Telepathie auseinanderhalten können.&lt;br /&gt;
Oma, rufe ich ihr deshalb besorgt hinterher. Was machst du denn im Hausflur?&lt;br /&gt;
Hi hi, sagt sie. Kaffeewasser kochen. Das geht aufs Haus. Setz du dich schon mal an den Küchentisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Küchentisch ist, obwohl heute keine Geschäfte geöffnet sind, festlich gedeckt. Auf feinem Goldrandgeschirr liegt seit zehn Monaten abgelaufene Schokolade mit Schlagsahne. Meine Oma war schon immer erfinderisch. Geboren in einem Zipfel von Österreich, der 1919 tschechisch und unter Hitler tief schwarzbraun wurde. Der Vater arm wie eine Kirchenmaus und Mitglied der tschechischen kommunistischen Partei. Ihr Onkel mit 17 in den Spanienkrieg gezogen und danach 5 Jahre in Buchenwald. Auf den kommt die Sprache jedes Mal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein lieber Onkel Karl, sagt sie und muss weinen. So schöne Zähne hatte der, und so schön hat er Geige gespielt. Ein Vierteljahr nach dem Krieg kam er heim und konnte sich kaum auf den Beinen halten. Da kamen die sowjetischen Offiziere, die das Städtchen besetzt hielten, und brachten ihm zu essen. Am liebsten hätten sie ihn ganz rund gefüttert. Und abends  an dieser Stelle lacht die Oma wieder  abends haben wir gespielt. Der Onkel Karl Geige, ich Akkordeon. Das liebten die Offiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Russen, erzählt sie weiter, haben nämlich eine besondere Saite in ihrer Seele für die Musik. Nach dem Krieg, als das ganze Umland schon von den Amerikanern oder den Sowjets besetzt war, nur unser Städtchen noch nicht, höre ich in der Mittagspause Musik. Aber keine tschechische oder deutsche. Frau Kraus, sage ich zu meiner Chefin, der Ladenbesitzerin, das muss ich mir angucken. Ich also rauf aufs Fahrrad und der Musik entgegen. Und da sah ich sie. Vorn die Kapelle, danach die abgerissenen Gestalten mit den brüllenden Kühen. Hinten ein hübscher blonder Bengel.&lt;br /&gt;
Mädchen, ruft der zu mir herüber. Schick uns doch mal ein paar Leute zum Melken. Das Vieh schreit. &lt;br /&gt;
Mach ich, sage ich. Aber woher kannst du denn so gut Deutsch? &lt;br /&gt;
Ich bin Deutscher, aus Breslau. Meine Eltern sind tot, da haben mich die Russen mitgenommen. &lt;br /&gt;
Ich also wieder zu Frau Kraus geradelt, die hat Leute zum Melken organisiert. Ganze Eimer mit schäumender Milch haben die weggetragen. Aber die russischen Kriegsgefangenen, wie die von Weitem die Musik gehört haben, die Armen, die sind fast nicht wiederzuerkennen gewesen. An den Stacheldrahtverhauen haben sie gerissen und geweint, geweint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oma rührt in ihrem Kaffee. Dünn ist sie in den letzten Jahren geworden. Die Schokolade wird und wird nicht weniger. Nach der Umsiedlung aus dem Sudetenland hat sie geheiratet, hat nicht mehr gearbeitet, weiter als bis Usedom ist sie nicht gereist. Die einzigen leuchtenden Erinnerungen in ihrem Kopf ist ihre Jugend, im Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Draußen segelt eine Alditüte am Fenster vorbei. Unten knutschen russische Jugendliche mit deutschen Mädchen auf Elefantensohlen. Meine Oma findet das gut: Heute gibt es ja die Pille. Früher haben die Frauen Arsen geschluckt, und ihre Schreie hallten durch die ganze Siedlung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal setzt sie sich zu anderen Großmüttern auf die Bank an der Straße und kramt tschechische und russische Gesprächsbrocken aus ihrem Gedächtnis. Erfährt, dass der Schwiegersohn wieder nach Kasachstan ist. Die Enkeltochter mit den zwei Kindern keine Arbeit hat. Aber der Nachbar von unten links gestern beim Fensterputzen geholfen hat. Wenn die Sprachkenntnisse erschöpft sind, nickt man sich freundlich zu. Alles fast wie früher.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-22T15:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/1953725/">
    <title>Vampire</title>
    <link>http://rattenbaum.twoday.net/stories/1953725/</link>
    <description>Der Tag endete mit einem heulenden Chemiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begonnen hatte alles vor vier Wochenenden, als ich über die Schulter meines Kneipengesprächs hinweg ein hübsches Profil sah. Das Profil gehörte, wie sich im Lauf des Abends herausstellte, zu einem Chemiker mit Zimmer in einer alternativen Groß-WG. Wir verabredeten uns. Kino, Spaziergänge, heiteres Beisammensein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam die erste Mail. Ich bin so einsam, schrieb der Chemiker. Alle sind böse. Aber das macht nichts, denn jetzt bist du ja da. Die Mail irritierte mich. Die Nase war wirklich sehr edel geschwungen und meine Laken schrien nach fremden Männerschweiß. Trotzdem frage ich Marie: Er ist hübsch. Aber seine ganzen Probleme, die will ich nicht hören. Marie, die mit Bettgenossen erstaunlich milde umgeht, sagt: Manche Männer sind wie Schwäne, wollen alles mit einer Partnerin teilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwan in mir fühlte sich überfordert. Aber gut, denke ich und sage bei den köstlichen Steaks, mit denen der Chemiker angenehmerweise vor meiner Tür steht: Bei der Arbeit habe ich ein Problem ...&lt;br /&gt;
Ich, unterbricht mich der Chemiker, bin heute wieder von allen im Labor angestarrt worden. Die Giftspritzen sind voller Neid, weil ich besser drauf bin, seit ich dich kenne.&lt;br /&gt;
Ich wollte gerade erzählen ...&lt;br /&gt;
Und mein Chef redet plötzlich auch wieder mit mir. Die Ratte hat mich ein halbes Jahr ignoriert.&lt;br /&gt;
Ich schweige. Das Schweigen sinkt in meinen Magen und geht mit den Steaks eine bittergelbe Verbindung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag gehen wir wandern. Der Chemiker läuft auf schmalen Pfaden hinter mir und haucht mir die Frevel seiner Ex-Freundinnen in den Nacken. So gut ich kann, höre ich weg. Auf der schönsten Frühlingswiese, voll mit gelben Butterblumen, machen wir Fotos mit Selbstauslöser. Küss mich, sagt der Chemiker. Die Bilder zeige ich den Säcken im Labor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich küsse ihn nicht. Im Auto sage ich, dass ich die Zusammenkünfte beenden möchte. Die Falten des Chemikers verziehen sich zur Schnute eines Erstklässlers, er plärrt los. Aus der edlen Nase rinnt Rotz in meinen Kragen. Wem soll ich nun alles erzählen, wenn nicht dir?, schluchzt er. Erst als ein giftiger Nachbar über unser schief geparktes Auto schimpft, kann ich mich befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Hause schaue ich in den Spiegel, ob ich noch da bin. Ich sehe fahl aus. Ein gutes Stück Seelchen herausgesaugt.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
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    <dc:date>2006-05-12T09:31:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/1929068/">
    <title>Frühlingsmutationen II</title>
    <link>http://rattenbaum.twoday.net/stories/1929068/</link>
    <description>Sonntags im Park. Vier alte Männer sitzen mit einer Schnapsflasche auf einer Bank. Sie lachen lauthals, klopfen sich auf die Schenkel, ganz rot vom Kichern. Als ich vorbeilaufe, winkt mir einer mit seiner knorrigen Hand zu: Na, Kleene, komm doch mal her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von alten Männern muss man sich fernhalten. Auch wenn sie noch so harmlos aus ihren Falten schauen. Das haben wir gelernt, Marie und ich, als wir mit süßen 18 Jahren in den Süden von Europa trampten, unsere furchtsamen Mütter mit großen Schachteln von Beruhigungsmitteln zurücklassend. Wir fuhren mit einsamen Familienvätern, kommunistischen Pfarrern, geilen Truckfahrern und piefigen Hippies längs durch Europa. Doch das Unerwartete geschah ganz unten, im Süden. Marie und ich machten gerade Pause von einander, ich am Strand, Marie in den Galerien des malerischen Küstenstädtchens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie spaziert also durch die Gegend, da sieht sie einen Opa vor einer Fischerkate sitzen. Sonnengegerbte Falten, Schiebermütze, Netze flickend. Der Opa lächelt Marie zahnlos an. Marie lächelt begeistert zurück. Sonnenuntergang. Geigen. Die leibhaftige Postkartenidylle. Der Opa brummelt etwas in seine Bartstoppeln und deutet auf das Fischernetz. Die Ethnografin in Marie erwacht, und sie beugt sich interessiert über die einheimischen Geheimnisse der Fischernetzknüpfkunst.  Wohlwollend lächelt der Opa, lässt das Netz fahren und drückt  määp määp  Maries Brüste mit beiden Händen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind alte Männer nämlich. Deshalb können sich Großväter aller Couleur noch so hilflos auf den Zebrastreifen werfen und wild mit dem Krückstock rudern  da reagier ich gar nicht drauf. Normalerweise. Heute aber schaue ich auf den dreiköpfigen Löwenzahn in meiner Hand (siehe unten), auf die Buschwindröschen im Busch, und plötzlich hebt sich, simultan zu meinen Mundwinkeln, mein rechter Arm und winkt dem  rotköpfigen Opa auf der Parkbank ganz leicht und frühlingshaft zurück.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+aus+dem+glanzlosen+Alltag&quot;&gt;Geschichten aus dem glanzlosen Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-07T18:22:00Z</dc:date>
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    <title>Frühlingsmutationen I</title>
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    <description>&lt;br /&gt;&lt;center&gt;Gefunden am Klärwerk&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;

&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://static.twoday.net/rattenbaum/layouts/antville/Dreikoepfiger-Loewenzahn-226x300.jpg?tmp=0454&quot; /&gt;&quot;&gt;&lt;/center&gt;</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
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    <title>Aufwärts</title>
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    <description>Nach der innerlichen Verkühltheit der letzten Monate ein deutlicher Aufwärtstrend. Beleg: Dieser Traum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie und ich sitzen bei der Aufnahmeprüfung der Kriminalpolizei. Und jetzt, liebe Anwärterinnen, sagt der dicke weißhaarige Kriminaler, prüfen wir Ihre Fähigkeiten im Verhör. Dafür müssen Sie Folgendes beachten ...&lt;br /&gt;
Ach, wissen Sie, sage ich zu ihm, lassen Sie mal. Ich glaube, ich bleibe bei meinem Beruf.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
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    <dc:date>2006-03-22T19:10:00Z</dc:date>
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    <title>Wat denn hier los?</title>
    <link>http://rattenbaum.twoday.net/stories/1725465/</link>
    <description>Ich gucke mich um in der Blogosphäre und sehe: Nichts mehr, wie es war. Die samtenen Stimmen haben einen rauhen Ton bekommen. &lt;a href=&quot;http://www.marketing-blog.biz/blog/archives/226-Die-besten-Marketing-Tipps-aller-Zeiten.html&quot;&gt;Beschimpfungen im Sandkasten &lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://antiblogbar.twoday.net/&quot;&gt;Ätsch-Bätsch-Blogs&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.lawblog.de/index.php/archives/2006/03/20/pauschal-2/&quot;&gt; Griffe ins Portemonnaie&lt;/a&gt;. Einmal ein bisschen Medienaufmerksamkeit, und schon wollen alle auf die vorderen Plätze? Oder hat die Gemeinde eine &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2006/11/C-Blogs&quot;&gt; kritische Populationsgrenze&lt;/a&gt; erreicht? Kennt man ja von Ratten. In kleinen Gruppen enorm soziale Tiere. Erst bei Übervölkerung kommt es zu Stresssymptomen, verkürzter Lebenszeit und gegenseitigem Totbeißen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    
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    <dc:date>2006-03-21T11:48:00Z</dc:date>
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    <title>Jetzt aber</title>
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    <description>Monate nicht geschrieben, das laut jammernde Kreisen um den eigenen Bauchnabel satt gehabt. Damit ist jetzt Schluss, das Leben neu geordnet, die Reste wohl verstaut.</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    
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    <dc:date>2006-03-21T10:38:00Z</dc:date>
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    <title>Satz des Jahres</title>
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    <description>Neulich &quot;Schlaflos in Seattle&quot; gesehen und folgenden Satz zum entspannendsten des hinter mir liegenden Jahres gekürt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Warum wollen Sie mit einem Mann zusammen sein, der Sie nicht liebt?&quot;</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+von+der+Liebe&quot;&gt;Geschichten von der Liebe&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-28T22:11:00Z</dc:date>
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    <title>Glotznichso</title>
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    <description>Übellaunige Fräuleins streunen durch meine Wohnung. Der dem Mitbewohner geklaute  Wein ist sauer, das Essen verbrannt. Der Weihnachtskalender leer, die Bücher Schund. Warum, sag mir, warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum, meine Liebe: Der Fernseher ist krank. Ihm fehlt &lt;a href=&quot;http://www.ueberall-tv.de/&quot;&gt;DVB-T&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wie in der Schule. Eigentlich hat man keine Lust mit den Langweilern in der Klasse zu spielen. Aber wenn sie einen mutwillig ausschließen, fühlt man sich wie ein aus der Jacke gefallenes Papiertaschentuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will zu meiner Anne und meiner Gundula!</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rattenbaum.twoday.net/topics/Geschichten+aus+dem+glanzlosen+Alltag&quot;&gt;Geschichten aus dem glanzlosen Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-20T22:24:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://rattenbaum.twoday.net/stories/1300037/">
    <title>Was ich werden will</title>
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    <description>Trotz fortgeschrittenen Alters schenkt mir meine Mutter jedes Jahr einen Weihnachtskalender. Sonst maule ich. Diesmal ist es einer mit einem flotten Spruch unter jedem Schokoladenstück. Hier eine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat der Weihnachtsmann aber Glück&lt;br /&gt;
Tim bringt das verloren gegangene Geschenk zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freudig hilft hier Papa Maus&lt;br /&gt;
dem Mausekind aus der Tasche raus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang Dezember reift, &lt;a href=&quot;http://www.soviseau.de/verben/verben.php&quot;&gt;riff&lt;/a&gt; und reifte in mir deshalb ein neuer Berufswunsch: Kalender-Dichter. Im Frühjahr würde ich mir Bauernregeln ausdenken, im Sommer meinen Arztroman vervollkommnen und mich dann im Herbst gemütlich mit Punsch und Pilzen auf Sofas setzen und mein Bestes in der Dichtkunst geben. Etwa das:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nikolaus haut Klausi auf den Po&lt;br /&gt;
das prickelt unter seiner Kutte so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Tage lang würde ich meinen Punsch-und-Pilze-Rausch ausschlafen, bis mich der aufgeregte Abteilungsleiter vom Sofa klingelt: Fräulein R.! So nicht! Sie wissen doch ganz genau, dass wir für KINDER schreiben! Der erste Satz MUSS kürzer sein als der zweite!&lt;br /&gt;
Sch-sch-sch-näuzelchen, würde ich sagen. Ich wollte mal etwas Neues versuchen.&lt;br /&gt;
Wir sind ein würdiges Traditionshaus, sabbert der Abteilungsleiter in seinen Schnauzer. Aber ich gebe Ihnen noch eine Chance. Kommen Sie heute Abend bei mir vorbei, dann suchen wir gemeinsam nach dem Reim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich spränge fröhlich vom Sofa, zwängte meinen Weihnachtskalenderschokoladen-Hintern in einen vergangenen Minirock und triebe die Karriere voran. (Das täte ich auch gern im wahren Leben, ja, ich würde mich gnadenlos hochschlafen, Augen zu und drunter, aber leider hat mich noch kein Chef gefragt.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später bekäme ich die dichterische Verantwortung für einen Großauftrag aus Übersee, unsere Adventskalender würden die Christmas-Kultur revolutionieren, auf jeder Tüte stünden kleine seelenvolle Poesien, und vor lauter Dankbarkeit sängen alle Mitarbeiter des Traditionshauses am Heiligabend die Firmenhymne extra für mich, während der Abteilunsgleiter in einer finsteren Ecke eifersüchtig an seinem Schnauzer kaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leben, sage ich Euch, ein Leben wäre das!</description>
    <dc:creator>Rattenbaum</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Rattenbaum</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-19T15:06:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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